Willkommen beim NABU Bühl-Achern

Der Schwarzwald
Der Schwarzwald

 

 

 

 

Jahresprogramm 2017 ist online

 

Unter Termine ist das Programm eingestellt  

 

 

 

 

 

Wir machen bei diesem Projekt mit

 

REWE Group

Für mehr Nachhaltigkeit im Lebensmitteleinzelhandel

Die REWE Group möchte ihre Eigenmarkenprodukte im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte kontinuierlich weiterentwickeln. Der NABU und die REWE Group prüfen und kennzeichnen Produkte, die einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen leisten.

 

Der NABU ist eine strategische Partnerschaft mit der REWE Group eingegangen, um u.a. die Eigenmarkenprodukte der REWE Group auch im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gemeinsam prüfen und kennzeichnen wir ausgewählte Produkte, die einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen leisten.

Um Verbrauchern eine Orientierungshilfe beim umwelt- und sozialverträglichen Einkauf zu geben, hat die REWE Group das Label „PRO PLANET“ entwickelt. Seit 2010 werden damit Produkte gekennzeichnet, die die Umwelt und Gesellschaft während ihrer Herstellung, Verarbeitung oder Verwendung deutlich weniger belasten. Gemeinsam mit dem NABU und weiteren Projektpartnern untersucht die REWE Group hierfür zunächst die ökologischen und sozialen Risiken der hauseigenen Produkte hinsichtlich Ressourcenschutz, Biodiversität und Tierschutz, Klimaschutz, soziale Verantwortung und Produktsicherheit. Durch die gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung zielgerichteter Maßnahmen werden die so ermittelten Risiken reduziert bzw. aufgelöst und die Öko- und Sozialbilanz des Produkts nachhaltig verbessert.

 

 

 

 

 

 

Apfelprojekt als Beispiel nachhaltigen Wirtschaftens

REWE Group mit dem Deutschen CSR-Preis ausgezeichnet

 

REWE hat den Deutschen CSR-Preis 2016 gewonnen. Das Unternehmen erhielt die Auszeichnung für sein „Pro Planet“-Apfelprojekt mit dem NABU in der Kategorie „Vorbildliche Kooperation eines Unternehmens mit NGOs/NPOs“.

 

Ziel des „Pro Planet“-Apfelprojekts ist es, die biologische Vielfalt auf Apfelplantagen zu erhöhen: Seit fünf Jahren leistet die REWE Group zusammen mit dem NABU, der Bodensee-Stiftung und den beteiligten Obstbauern einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Artenreichtums in der konventionellen Landwirtschaft.

Mittlerweile beteiligen sich weit über 100 Erzeuger in elf Anbauregionen. Sie schaffen Blühflächen für Wildbienen und andere Bestäuber, stellen Nisthilfen für Hummeln und Vögel auf oder minimieren den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: So konnte die Anzahl auch teils bedrohter Wildbienenarten erhöht, Vogelarten wie der Wiedehopf wieder angesiedelt oder seltene Pflanzenarten wie das Kleine Filzkraut entdeckt werden.

Das „Pro Planet“-Apfelprojekt zeigt in vorbildlicher Weise, wie durch die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Naturschützern nicht nur die biologische Vielfalt, sondern auch das gegenseitige Verständnis für die jeweiligen Motive und Handlungszwänge des anderen gefördert werden können.

Der Preis wurde im Rahmen des 12. Deutschen CSR-Forums in Ludwigsburg verliehen. CSR ist die Abkürzung für Corporate Social Responsibility, also Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017

 

 

Den Vogel des Jahres erkennt man an seinem gruselfilmreifen Ruf - doch die scheue Eule zu entdecken ist nicht leicht. Zum Überleben benötigt der Waldkauz alte Bäume, viele Mäuse und naturnahe Land- und Forstwirtschaft. Dinge, die der NABU schützen will.

Der NABU hat den Waldkauz zum „Vogel des Jahres 2017“ gekürt – eine Eule, die alte, höhlenreiche Bäume, viele Mäuse sowie eine naturnahe Forst- und Landwirtschaft zum Überleben braucht. In Baden-Württemberg leben rund 8.000 Brutpaare. „Der Waldkauz ist das ganze Jahr über bei uns zuhause. Er ist zwar im ganzen Land verbreitet, aber nirgends häufig“, erklärt Stefan Bosch, NABU-Fachbeauftragter für Vogelschutz. „Meist merkt man nur an seinem aus Gruselfilmen bekannten Ruf, dass er da ist. Den hervorragend getarnten Vogel zu beobachten, ist trotz seiner Größe nicht ganz leicht.“

Der Waldkauz ist nicht gefährdet und sowohl deutschland- als auch landesweit die häufigste Eulenart. Im Gegensatz zu vielen anderen Brutvögeln sind die Bestände des Waldkauzes in Baden-Württemberg langfristig stabil. Auf kurze Sicht können sie dennoch erheblich schwanken: Wie alle Beutegreifer ist auch der Waldkauz davon abhängig, genug Nahrung für sich und seinen Nachwuchs zu finden. Diese besteht hautsächlich aus Mäusen, aber auch aus Singvögeln wie Sperlinge und Amseln und anderen Kleintieren. „Schlechte Mäuse-Jahre sind auch schlechte Waldkauz-Jahre“, erklärt Bosch. Bestandseinbrüche in schlechten Jahren kann der Waldkauz in den Folgejahren meist schnell wieder ausgleichen, wenn er wieder mehr Mäuse erbeutet. „Wie so oft regelt hier die Beute den Bestand der Beutegreifer und nicht umgekehrt, wie man lange dachte“, sagt der Vogelexperte.

Der Waldkauz bevorzugt als Lebensraum lichte Wälder und Landschaften mit Hecken und Gebüschen. Unverzichtbar sind alte Bäume, in deren Höhlen er brüten kann. „Reine Fichtenforste und ausgeräumte Feldfluren ohne Hecken und Blühflächen sind für den Waldkauz wie auch für viele andere Tiere wertlos. Hier kann er nicht brüten und findet keine Nahrung. Deshalb ist der Waldkauz ein großer Fan von naturnaher Forst- und Landwirtschaft“, sagt Bosch. In Siedlungen ist der Waldkauz ebenfalls zu beobachten, sofern in Gärten, Parks und Friedhöfen alte Bäume stehen. Dennoch scheint er stark besiedelte und zerschnittene Landschaften eher zu meiden.

Neben Baumhöhlen nutzen die Eulen mancherorts auch Nistkästen oder Nischen an Gebäuden. Die Brutzeit ist außergewöhnlich lang: Sie startet im März und dauert bis in den Juli hinein. Je nach Witterung beginnen Waldkäuze sogar noch früher mit dem Brutgeschäft, in den wärmeren Städten mitunter sogar schon im Januar. Wobei die Käuze nur eine Brut im Jahr haben. Die Gelege umfassen zwei bis sechs Eier, im Mittel 3,5. „Der Bruterfolg hängt stark vom Nahrungsangebot ab – es muss nicht nur genügend Mäuse geben, sie müssen auch erreichbar sein: Wenn zum Beispiel während der Brut Schnee liegt, unter dem sich die Mäuse verstecken, hat der Waldkauz ein Problem“, sagt der NABU-Experte.


Hintergrund: Der Waldkauz

In Deutschland gehen Fachleute von 43.000 bis 75.000 Brutpaaren aus. Sie sind in Südwest- und West-Deutschland häufiger als im Osten. Der Waldkauz ist ein Standvogel, zieht also nicht wie ein Zugvogel im Winter weg.

Waldkäuze sind an ihrem kompakten Körperbau und dem rindenfarbigen, grau- oder rotbraunen Gefieder zu erkennen. Auf ihrem gedrungenen Rumpf sitzt ein großer Kopf ohne Federohren. Seine großen runden „Knopfaugen“ geben ihm ein freundliches Aussehen. Der stark gekrümmte Schnabel ist gelblich gefärbt. Waldkäuze werden mit 40 bis 42 Zentimetern Länge etwa so groß wie Krähen und wiegen ungefähr ein halbes Kilogramm. Wie alle Eulen fliegen sie dank ihres speziellen Gefieders nahezu geräuschlos. Waldkäuze sehen ausgezeichnet – auch im Dunkeln, wenn noch ein wenig Restlicht vorhanden ist. Bei völliger Dunkelheit verlassen sie sich ausschließlich auf ihr exzellentes Gehör.

 

Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017. Foto: Peter Kühn
Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017. Foto: Peter Kühn

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